Home Information über die Homepage Österreich-Ungarn und der 1. Weltkrieg Italien mit Österreich-Ungarn im 1. Weltkrieg Chronologie des 1. Weltkrieges Kriegs Kalender Die österreichisch-ungarische Armee Feldherrn und Persönlichkeiten Der Gebirgskrieg Die Tiroler Front und der Minenkrieg Die Kärntner Front Die Festungen und Forts Die österreichisch-ungarische Aritllerie Die k.u.k. Sappeure Die k.u.k. Feldjäger Die k.k. Gebirgstruppe Die Kaiserjäger Die Tiroler Landesschützen-Kaiserschützen Standschützen und freiwillige Schützen Die k.u.k. Regimenter Die Hoch und Deutschmeister Die Bosniaken Das Deutsche Alpenkorps Die italienischen Alpini Die Schlachten am Isonzo Karfreit-Caporetto-Kobarid Die Schlacht an der Piave Die Schlacht von Vittorio Veneto Die Kriegsfolgen und die Opferbilanz Der Friedenvertrag von St. Germain 1. Republik - Nachkriegsordnung - Deutschösterreich Südtirol und der Kampf um Selbstbestimmung Reiseberichte Museen und Friedenswege Photos, Bilder und Karten Bibliothek Links und Bannertausch Gästebuch Forum

Translate this PAGE with Google

Die Tiroler Kaiserjäger:


Die Tiroler Kaiserjäger waren die bekannteste österreichische Infanterie-Eliteeinheit der Monarchie. Die Soldaten rekrutierten sich hauptsächlich aus den Gebieten Tirol, Südtirol und Vorarlberg, also aus den Gebirgsregionen der Monarchie. Die Einheiten existierten von 1816 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Sie zeichneten sich während des Ersten Weltkrieges besonders durch ihre hohe Kampfkraft, Zäheit und Ritterlichkeit an der Ost- und Südwestfront aus.

Das Regiment - ursprünglich aus sechs Bataillonen gebildet - zählte im Jahr 1894 bereits 16 Bataillone. Hauptergänzungsländer blieben Tirol und Vorarlberg. Ein Jahr später - am 1. Mai 1895 - wurde aus den 16 Bataillonen des „Tiroler Jägerregiments Kaiser Franz Joseph“ die Errichtung von 4 Regimenter angeordnet. Die neu aufgestellten Regimenter erhielten die Bezeichnung Kaiserliches und königliches 1., 2., 3., und 4. Regiment der Tiroler Kaiserjäger.
Leistungen der Kaiserjäger sind die Erstürmung des Casina Fersada am 23. Februar 1849, der Sturm auf das Dorf Pregasina am 16. Juni 1848, das Nachtgefecht in Volta am 26. Juni 1848, die Eroberung einer französischen Kanone am 4. Juni 1859 in Magenta, die Erstürmung von Oliosi am 24. Juni 1866, der Sturm auf die Insurgentenstellung im Kremenac am 21. Oktober 1878 während der Okkupation von Bosnien und der Herzegowina.
Die Kaiserjäger waren auch am Ausbau von militärisch wie auch zivil nutzbarer Infrastruktur beteiligt: Von Levico Terme im Val Sugana aus legten die Kaiserjäger in den 70er- und 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts den Kaiserjägersteig an, der auf die Hochebene von Lusern und der Sieben Gemeinden führt und an der Malga Monterovere (1255 m) endet.


Die Neugliederung der Kaiserjäger in vier Regimenter:
Durch eine allerhöchste Entschließung wurde mit 1. Mai 1895 die Errichtung von vier Regimentern aus 16 Bataillone starken "Tiroler Jägerregiment Kaiser Franz Joseph" angeordnet. Zum Zeichen der weiterbestehenden Einheit und Zusammengehörigkeit aller Kaiserjäger erhielten die neuaufgestellten Regimenter die Bezeichnung: K.u.K. 1., 2., 3. und 4. Regiment der Tiroler Kaiserjäger.
Auch hatten alle vier Regimenter die gleiche Adjustierung und ergänzten sich gleichmäßig aus dem Territorialbereiche des XIV. Korps in den drei Ergänzungsbezirken Innsbruck, Brixen und Trient.

Die Regimenter lagen in folgenden Garnisonen:
1. Regiment: Stab, II., III. und IV. Bataillon in Innsbruck, I. Bataillon in Bregenz, Ersatzbataillonskader in Innsbruck;

2. Regiment: Stab, I., II. und IV. Bataillon in Wien, III. Bataillon und Ersatzbataillonskader in Brixen;


3. Regiment: Stab, III. und IV. Bataillon in Trient, I. Bataillon in Riva, II. Bataillon in Rovereto, Ersatzbataillonskader in Trient;


4. Regiment: Stab, II., III. und IV. Bataillon in Lint, I. Bataillon und Ersatzbataillonskader in Hall in Tirol.



Die Tiroler Kaiserjäger im Ersten Weltkrieg ab 1915:


1915:
Jänner 1915 in Galizien am Dunajec in Stellung
Das 2. Regiment hat am 22. die Fahnenweihe in Debno
Die Regimenter werden mit den V. und VI. Marschbaonen aufgefüllt.
Februar 1915 in Galizien und am Dunajec in Stellung
Das 2. Regiment hat am 18. u. 19. schwere Kämpfe um die Höhe 419 bei Lubcza
Ende Februar werden die Regimenter mit den VII Marschbaonen aufgefüllt.
März 1915 in Galizien karpathisches Waldgebirge
Während des ganzen Monats Kämpfe, unter anderem im Raum Sekowa; Ende März treffen die VIII. Marschbaone ein.
April 1915 in Galizien, in Stellung in den Waldkarpathen
Mai 1915 in Galizien Durchbruchsschlacht von Gorlice-Tarnow (5. Offensive)

Die X. Marschbaone der Kaiserjäger kommen nach Italien, wo am 22. Mai die Kriegserklärung des ehemaligen Bundesgenossen erfolgte.
X. 1 TJR in Stellung am Kreuzberg, X. 2 TJR in Stellung am Fassaner Kamm, X. 4 TJR bei Serrada.
Alle 4 Regimenter haben im Rahmen der Schlacht, die wieder einen Vormarsch bis an den San bringt schwere Kämpfe zu bestehen. Die IX. Marschbaone werden eingegeliedert.
Juni 1915 in Galizien, Sanverteidigung und 2. Sanforcierung
Die Kämpfe führen die Regimenter wieder auf russischen Boden. Die XI. Marschbaone werde eingegliedert. Das 4. TJR wird am 13. Richtung Italien verlegt.
Juli 1915 in Russisch-Polen, Schlacht bei Krasnik-Lublin
Im Laufe dieses Monats haben die Kaiserjäger noch schwere Kämpfe zu bestehen. Das 1. Regiment wird am 12. Richtung Tirol verlegt und defiliert am 18. vor Kaiser Franz Josef I. und trifft am 31. am Isonzo (Cernizza) ein. Das 2. Regiment wird am 29. Richtung Italien verlegt.
Das 3. Regiment wird am 29. Richtung Isonzo abtransportiert. Das 4 Regiment kommt teilweise an den Isonzo und das III. Baon auf den Monte Piano.

August 1915, am Isonzo und 3. Isonzoschlacht
Die Kaiserjägerregimenter haben teilweise mit Typhus und Cholera Probleme, kommen bei St. Lucia, und am Monte Sei Busi (Doberdo) zum Einsatz. Das III. 4.TJR steht weiterhin am Monte Piano
September 1915 am Isonzo in Stellung
Die Kaiserjäger Kämpfen bei St. Lucia Kote 533, im Krn-Gebiet und am Mrzli-Vrh. Das III. Baon kommt wieder zum 4. Regiment und bei allen Regimentern werden die XIII. Marschbaone eingegliedert. Die Choleraprobleme sind noch nicht ganz beigelegt.
Oktober 1915 in den Dolomiten in Stellung
Das 1. Regiment löst die Bayern des Alpenkorps im Tofanagebiet ab (Travenanzes, Fontana Negra, Fanes-Sperre, Sasso die Stria)
Das 2. Regiment kommt in den Raum Sexten;
Das 3. Regiment kommt in den Bereich Lagozuoi, Valparola, Monte Sief und Col di Lana;
Das 4. Regiment kommt in den Bereich Pordoi-Fedaja und Teile des Regiments auf den Col di Lana

November 1915 in den Dolomiten in Stellung
Im November treffen die XV. und XVI. Marschbaone bei den Regimentern ein.
1. TJR Tofanagebiet (Travenanzes, Fontana Negra, Fanes Sperre Stuva)
2. TJR Sexten, Col di Rode, Monte Sief
3. TJR M. Sief Lagozuoi, Valparola
4. TJR Pordoi-Fedaja-Abschnitt

Dezember 1915 in den Dolomiten in Stellung
1. TJR Tofanagebiet (Travenanzes, Fontana Negra, Fanes Sperre Stuva)
2. TJR Sexten, Corvara, Col di Lana
3. TJR Monte Sief Lagozuoi, Valparola
4. TJR Pordoi-Fedaja-Abschnitt
Die XVII. Marschbaone treffen bei den Regimentern ein und die zweite Weihnacht im Felde wird gefeiert.

1916:
Jänner 1916 in den Dolomiten in Stellung
1. TJR Tofanagebiet
2. TJR mit allen 6 Baonen im Col di Lana-Gebiet
3. TJR Monte Sief Lagozuoi, Valparola
4. TJR Pordoi-Fedaja-Abschnitt
Am 16. Jänner: 100 Jahre Tiroler Kaiserjäger
Februar 1916 in den Dolomiten in Stellung
1. TJR im Tofanagebiet, Monte Durer, Malga Pioverna (Folgaria)
2. TJR mit allen 6 Baonen im Col di Lana-Gebiet
3. TJR Monte Sief Lagozuoi, Valparola Monte Rover
4. TJR Pordoi-Fedaja-Abschnitt, Cost alta (Lavarone)
Die XVIII. Marschbaone treffen ein.
März 1916 in Stellung am Plateau von Folgaria bzw. noch in den Dolomiten
1. TJR Monte Durer, Mga Pioverna
2. TJR Col di Rode u. Col di Lana, Serrada
3. TJR Valparola, Monte Rover, Monte Sief, Lagozuoi
4. TJR Pordoi-Fedaja-Abschnitt, Cost Alta (Lavarone)
April 1916 in Stellung am Plateau von Folgaria bzw. noch am Col di Lana
1. TJR Plaut, Reserve in Folgaria
2. TJR Col di Rode, Col di Lana, Monte Sief, 17./18. -Sprengung der Col di Lana-Spitze mit 6. Kompanie, Serrada
3. TJR Pioverna-Stellung, Matarello
4. TJR in Besenello bei Galliani in Reserve

Mai 1916 1. Offensive gegen Italien, Schlacht am Plateau von Folgaria
1. TJR Plaut, Piovernahang, Cost d´Agra, Hang am Toraro, Cimone dei Laghi, Monte Arlta, Priafora
2. TJR Croda d´Ancona, Maronia, Gusella, Monte Majo, Mga. Zola, Posina, Col di Lanagebiet
3. TJR Costa d´agra, Cima di Campoluzzo, Cimoncello di Toraro, Cima Valbona;
4. TJR Korpsreserve, Monte Arlta, Priaforahang
Eintreffen der XIX. Marschbaone;
Juni 1916 Fortsetzung der 1. Offensive gegen Italien
1.TJR Priafora, ab 21. Rückzug auf Linie Tovo-delli Collegio bzw. Cimon dei Laghi
2.TJR Monte Spin, Mga Zola Colle di Posina, ab 22. Rückzug auf Monte Majo-Molino-Cima die Laghi
3.TJR Priafora,
4.TJR Reserve, Mori, Grigi, Rückhaltestellung Val Freddo
Juli 1916 Kämpfe im Pasubiogebiet
1. TJR Pasubio, Sette Croci
2. TJR Laghi-Becken, Molino
3. TJR Cosmagon, Monte Majo
4. TJR Borcolaabschnitt, Corno del Coston
Eintreffen der XX. Marschbaone
August 1916 in Stellung im Pasubiogebiet; 27. August Kriegserklärung Rumäniens
1. TJR Pasubio
2. TJR Molino-Laghi-Becken-Cima di Laghi; Monte Piano
3. TJR Cosmagon
4. TJR Borcola-Abschnitt
Eintreffen der XXI. Marschbaone;
September 1916 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Pasubio, Serrada
2. TJR Molino-Laghi-Becken-Cima di Laghi, Fassanerkamm, Cauriol,
3. TJR Cosmagon
4. TJR Borcola-Abschnitt (Mag Coston, Borcolapass, Monte Majo-Corno del Coston)
Im Laufe des Septembers treffen die XXII. Marschbaone ein;
Oktober 1916 hartnäckige Kämpfe im Pasubiogebiet
1. TJR Pasubio
2. TJR Molino, Laghi-Becken, Cima di Laghi, Busa alta (Fassanerkamm), Pasubio
3. TJR Cosmagon, Roite, Pasubioplatte
4. TJR Borcolaabschnitt
Eintreffen der XXIII. Marschbaone
November 1916 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Pasubio
2. TJR Molino-Cima di Laghi, Cauriol
3. TJR Roite-Monte Testo
4. TJR. Borcola-Abschnitt
21. November Tod Kaiser Franz Josef I., Inhaber der Tiroler Kaiser-Jägerregimenter; Die XXIV. Marschbaone sind teilweise nur mehr 1. Kompanie stark;
Dezember 1916 in Stellung im Pasubiogebiet (Schneestürme und Lawinen)
1. TJR zuerst Pasubio dann Trient
2. TJR Pasubio, Lawinenkatastrophe im Fasserkamm
3. TJR Roite, Lawinenkatastrophe im Roitelager
4. TJR Borcola-Abschnitt
Dritte Weihnachten im Felde mit großer Lawinengefahr;

 

 


1917:
Jänner 1917 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Trient, Roite, Monte Testo
2. TJR Pasubio
3. TJR Mte Roite-Monte Testo, Trient
4. TJR. Borcola-Abschnitt
Kaiser Karl I verleiht am 16. Jänner der 8. Infanteriedivision den Namen Kaiserjäger-Division; eintreffen der XXVI. Marschbaone;
Februar 1917 in Stellung im Pasubiogebiet
1.TJR Roite-Monte-Testo
2.TJR Pasubio, Innichen Kreuzberg
3.TJR Trient
4.TJR Borcola-Abschnitt
März 1917 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Roite-Monte-Testo
2. TJR Pasubio, Kreuzberg
3. TJR Borcola-Abschnitt
4. TJR Trient
Eintreffen der XXVII. Marschbaone
April 1917 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Roite-Monte Testo
2. TJR in Trient
3. TJR Borcola-Abschnitt
4. TJR Pasubio, Monte Milegna
Eintreffen der XXVIII. Marschbaone
Mai 1917 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Roite-Monte Testo
2. TJR Monte Cimone, Kreuzberg
3. TJR Borcola-Abschnitt
4. TJR Pasubio
Eintreffen der XXIX. Marschbaone;
Juni 1917 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Roite-Monte Testo
2. TJR Monte Majo-Laghi-Becken, Kreuzberg
3. TJR Borcola-Abschnitt
4. TJR Pasubio, Porta le Pozze (Ortigara)
Eintreffen der XXX. Marschbaone
Juli 1917 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Roite Monte Testo
2. TJR Monte Majo-Laghi Becken, Kreuzberg
3. TJR Borcola-Abschnitt
4. TJR Pasubio, Serrada
Eintreffen der XXXI. Marschbaone
August 1917 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Roite-Monte Testo
2. TJR Monte Majo-Laghi-Becken
3. TJR Borcola-Abschnitt
4. TJR Pasubio
Eintreffen der XXXII. Marschbaone
September 1917 in Stellung im Pasubiogebiet
1. TJR Roite-Monte Testo
2. TJR Monte Majo-Laghi-Becken, Kreuzberg
3. TJR Borcola-Abschnitt, Aldeno-Romananao, Isonzo
4. TJR Pasubio, Roana (Val d´Assa, Caldonazzo Kärnten
Eintreffen der XXXIII. Marschbaone;
Oktober 1917 im Pasubiogebiet bzw. Beteiligung an der 2. Offensive gegen Italien
1. TJR Monte Testo-Roite, Zugna Torta
2. TJR Col di Roda, Mte Piano, Monte Majo
3. TJR Flitsch, Monte Gal, Vorstoß bis Artegna-Braolini
4. TJR Psubio, 2. feindl. Sprengung; Rombon-Prevalakämpfe, Saga
Eintreffen der XXXIV. Marschbaone

November 1917 auf den Sieben Gemeinden , 2. Offensive gegen Italien
1. TJR 10. Angriff auf d' Sisemol, 12. Erstürmung der Longara, 20. Kämpfe auf den Meletta di Gallio, 29. Verlegung des Regiments in den Raum von Canove;
2. TJR 10. Erstürmung von Gallio, 12. Erstürmung der Longara, 10. Kämpfe auf Monte Zomo und Meletta, Vormarsch von Teilen des Regiments über Auronzo, Longarone, 22. u. 23. Kämpfe Meletta di Gallio, ab 21. Abwehrkämpfe am Monte Pertica
3. TJR 10. Gefechtsmärsche Tolmezzo, Cimolais nach Longarone,
11.-15. Gefechtsmärsche Belluno, Murle, Melame; 21. Gefechtsmarsch in den Raum Pertica; 22. Bereitstellung am Col di Prai
ab 23. Angriffe im Raum Col di Beretta
4. TJR 1./2. Udine, 6. Kämpfe bei S. Francesco, 13. 14. Feltre, 15. . 16. Col di Prai, ab 23. Retablierung
Die XXXV. Marschbaone treffen bei den Regimentern ein.
Dezember 1917 auf den Sieben Gemeinden
1. TJR in Stellung bei Canova, ab 23. Retablierung in Trient
2. TJR III., IV. und V. Baon bis 20. in Stellung bei Asiago, Retablierung in Bozen; I. Baon 4. Angriff auf Monte Zomo, II. Baon 5. Angriff auf Monte Zomo, ab 6. bei Stensle in Stellung, Abwehr italienischer Angriffe am 24., Ablösung Ende Dezember; VI. Baon in Stellung am Monte Pertica, 1. und 14. 3. TJR Abwehr von Angriffen Retablierung in Belluno;
3. TJR bis 5. verlustreiche Angriffe am Col di Beretta, danach Retablierung in Lamon; 13.-15. Marsch nach Belluno, vom 21. - 27. in Pedavena, ab 28. in Stellung auf Monte Pertica, Abwehr mehrerer Angriffe;
4. TJR in Stellung am Pasubio, I. Baon Retablierung in Mezzocorona
Vierte Weihnacht im Felde, eintreffen der XXXVI. Marschbaone.

1918:
Jänner 1918 auf den Sieben Gemeinden
1. TJR ab Mitte Jänner in Stellung bei Ambrosini, 29. Abwehr eines Angriffes
2. TJR 13., Abmarsch des Regiments nach Campo Mulo, dann in Stellung am Monte Val Bella und Col del Rosso vom 28. bis zum 1. Februar schwere Angriffe abgewehrt; VI. Baon ab 20. am Grappahang in Stellung;
3. TJR bis 7. am Mte Pertica,vom 7.-11. Retablierung in Pedavena, 11.-21. in Stellung am Monte Pertica, Abwehr einiger Angriffe, 21. Marsch Richtung Trient
4. TJR in Stellung am Pasubio, II Baon im Abschnitt Milegna
Im Jänner treffen di XXXVII. Marschbaone ein.
Februar 1918 auf den Sieben Gemeinden, bzw. Pasubiogebiet
1. TJR bis 5. in Stellung bei Ambrosini, ab 9. in Stellung Monte Val Bella und Stensle
2. TJR ab 9. in Trient auf Retablierung, Auflösung der IV., V, und VI. Baone und Aufteilung auf Baone I.,II.,III.;
3. TJR Retablierung bei Trient, am 28. Marsch nach Folgaria;
4. TJR in Stellung am Pasubio, 12. feindliche Sprengung, II. Baon bei Milegna,
Eintreffen der XXXVIII. Marschbaone;
März 1918 im Pasubiogebiet in Stellung; ab 3. März Friede mit Russland
1. TJR bis 8. Reserve in Larici, Retablierung in Trient ab 26. Roite, Monte Testo
2. TJR ab 23. In Stellung am Pasubio
3. TJR Raum Folgaria und Borcolapass;
4. TJR in Stellung am Pasubio, 13. eigene Sprengung der italienischen Platte;
April 1918 im Pasubiogebiet in Stellung
1. TJR Roite - Monte Testo
2. TJR Pasubio
3. TJR Borcolapass, Monte Majo, Coston
4. TJR Retablierung in Trient
Der Kommandant der Edelweißdivision FML von Verdross wird Kommandant des Edelweißkorps; Eintreffen der XXXIX. Marschbaone.
Mai 1918 im Pasubiogebiet in Stellung; 7. Mai Friedensschluß mit Rumänien
1. TJR Roite-Mte Testo, Rückeroberung Monte Corno
2. TJR Pasubio, Rückeroberung Mte Corno
3. TJR Borcolaabschnitt danach in Reserve
4. TJR bis 6. Korpsreserve in Serrada-Folgaria, danach Borcola-Abschnitt und Laghi-Becken
Juni 1918 im Pasubiogebiet in Stellung (Bereitstellung zur 3. Offensive gegen Italien)
1. TJR Monte Roite Mte Testo
2. TJR am Pasubio
3. TJR in Stellung im Abschnitt Porta di Toraro, Teilnahme bei der am 15. beginnenden Offensive, dann Milegna Lager
4. TJR im Borcola-Abschnitt, III. Baon vorübergehnd im Laghi-Becken;
Juli 1918 im Pasubiogebiet in Stellung
1. TJR in Stellung am Roite-Monte Testo
2. TJR Pasubio
3. TJR bis 22. im Milegna-Lager danach im Laghi-Becken
4. TJR Korpsreserve in Folgaria - Serrada
Eintreffen der XXXX. Marschbaone;
August 1918 im Pasubiogebiet in Stellung
1. TJR Roite-Monte Testo
2. TJR am Pasubio
3. TJR im Laghi Becken, Monte Majo,
4. TJR Borcola-Abschnitt
September 1918 im Pasubiogebiet in Stellung; am 29. Abfall Bulgariens von den Mittelmächten
1. TJR Roite- Monte Testo
2. TJR Pasubio
3. TJR Laghi-Becken
4. TJR Borcola-Abschnitt
Die Marschbaone XXXXI. bis XXXXIII. Treffen nur teilweise im Felde ein;
Oktober 1918 im Pasubiogebiet in Stellung
1. TJR Roite-Monte Testo
2. TJR Pasubio
3. TJR Laghi-Becken
4. TJR Borcola-Abschnitt
6. Oktober: Die Mittelmächte versuchen Friedensverhandlungen einzuleiten;
17. Oktober: Verlautbarung des kaiserlichen Manifestes, dass aus Österreich 4 Nationalstaaten (Deutsch-Österreich, Tschechisch-Österreich , Südslawisch-Österreich und ruthenisch-Österreich) errichtet werden; die damit eingeleiteten Friedensverhandlungen mit Italien beginnen am 29. Oktober;
30. Oktober: Bildung des deutschösterreichischen Staatsrates
31. Oktober: Staatsstreich in Ungarn
November 1918 - Das Ende des Krieges
1. November: 21.30 Uhr Eintreffen des Rückzugsbefehls in den Stellungen
2. November: Stellungen in Serrada
3. November: 02.30 Uhr Eintreffen der Nachricht des Waffenstillstandes, Gewehre sind zu entladen und italienische Truppen sind durchzulassen; Nachmittags Abmarsch Richtung Trient, Friccastrasse von italienischer Patroullie gesperrt;
3./4. November: Die ganze Kaiserjägerdivision in Marschkolonne auf der Strasse Folgaria-Carbonari und in dieser Situation bis am 4. November, sodann ab 14.00 Uhr Kriegsgefangene des italienischen Königsreiches.
(Blaas Rudolf "Kaiserjägerbuch", Innsbruck 1924)


Die Kaiserjäger waren keine Gebirgstruppe, sondern reguläre Infanterie. Das gut ausgebildete Friedenspersonal wurde während des Feldzuges in Galizien regelrecht aufgeopfert und konnte nicht mehr im gleichen Umfang ersetzt werden. In der Schlacht von Gorlice-Tarnow verlor das 2. Regiment fast 80 % durch Gefallene, Verwundete und Vermisste – am 2. und 3. Mai 1915 alleine 26 Offiziere sowie über 600 Unteroffiziere und Mannschaften. Das 4. Regiment verlor an diesen beiden Tagen 1.300 Mann.

Im Herbst 1915 wurden die Kaiserjäger und Landesschützen an die Front gegen Italien verlegt, um die sich hier verzweifelnd gegen die italienischen Angriffe wehrenden Standschützen und geringen regulären Kräfte zu unterstützen und die Front zu stabilisieren.

Ein hoher Prozentsatz (ca 40 %) der Kaiserjäger bestanden aus Trientinern (Welschtirolern). Der Rest setzte sich aus Tirolern und Angehörigen der restlichen Monarchie zusammen. Trotz der vielen italienischsprachigen Jäger kam es bei den Kämpfen gegen das Königreich Italien zu so gut wie keinerlei Fahnenfluchten, obwohl man in Italien regelrecht davon ausgegangen war, dass die „Brüder aus den unerlösten Gebieten (Irredenta) freudig streben in den Schoß der Mutter Italia“ (Gabriele d'Annunzio). Umso größer war die Enttäuschung, als die Männer des Trentino keinerlei Neigungen zeigten, die Front zu wechseln. Ganz im Gegenteil kursierte bereits im Jahre 1916 bei den Fanti (Infanteristen) und Alpini das geflügelte Wort: „Dio ci liberi degli Irredenti!“ (deutsch: „Gott befreie uns vor den Unerlösten“).

Wegen möglicher Unruhen verlegte man das 2. TJR im Jahre 1916 mit Garnison (bzw. dem Ersatzbataillonskader) nach Beneschau in Böhmen.

Die Leistungen von Kaiserjäger-Einheiten im schwierigsten alpinen Gelände ist in diesen Fällen als besonders hoch einzuschätzen: handelte es sich doch nicht um eine Hochgebirgstruppe. Bereits vor dem Krieg und dann im Krieg besonders, wurden ganze Einheiten der Kaiserjäger einer hochalpinen Spezialausbildung zugeführt. Trotzdem, das Gros der Truppe war keine Hochgebirgstruppe. Desto größer ist die Bewunderung, die uns ihre Einsätze auf Graten, Gipfeln und Eisstollen abverlangen.
(Corriere della Sera vom 21. Oktober 1916)

"In meiner mehr als 40jährigen Dienstzeit kenne ich die Kaiserjäger nur als Aristokraten der Infanterie. Ich betrachte sie daher als Gardetruppen und werde sie dort verwenden, wo ich einen todsicheren Erfolg erzielen will".
 
(Feldmarschall Svetozar Boroevic von Bojna 1915 "Der Löwe vom Isonzo")

Kaiserjägermarsch

Wir Jäger lassen schallen, ein froh, gewaltig Lied, hurra!
Und gelten soll es allen, Zerstreut in Nord und Süd, hurra!
Im Osten und im Westen, Wo unsre Fahne weht,
Wir zählen zu den Besten, So lang die Treu` besteht.
Sieht man uns, so sagt ein jeder, und alles läuft und rennt.
Das sein die Kaiserjäger Vom ersten Regiment.
Das sein die Kaiserjäger Vom ersten Regiment.
(Max Depolo)

     
 

http://www.gratis-besucherzaehler.de/